Wimpernseren auf dem (harten) Prüfstand – Unsere Recherche

Der Augenaufschlag mit vollen Wimpern: Mit Wimpernseren für jede Frau erreichbar?

Wimpernserum fuer Augenaufschlag mit vollen WimpernWer bewundert sie nicht – die Bilder schöner Frauen, die ihr Gegenüber mit einem langen Augenaufschlag unter dichten, langen, gleichmäßig aufwärts geschwungenen Wimpern „augenblicklich“ in einen Zustand der Verzückung versetzen.

Leider hat nicht jede Frau dichte und erst Recht nicht jede Frau lange Wimpern, manche müssen sich eher mit ein „paar Fusseln“ rund ums Auge herumschlagen. Bei denen mit Mascara nicht wirklich viel zu verbessern ist, außerdem werden schwarze Schmierspuren auf Haut und Kleidung gerade bei verdichteten und verlängernden Mascaras schnell zur Belästigung. Künstliche Wimpern können auch wirklich nur Künstler schnell und exakt ankleben; Extensions für Wimpern erfordern kosten- und zeitintensive Besuche im Kosmetikinstitut – der Bedarf nach neuen und einfachen Mitteln zur Wimpernverlängerung und -stärkung ist nach wie vor vorhanden, ohne Frage.

Schon 2008 kam das erste der Wundermittel auf den Markt, dass genau diese Lücke schließen soll: Ein Wimpernserum, das einfach und ohne Spuren zu hinterlassen aufzutragen sein soll und die Wimpern doch nachhaltig, quasi von innen, stärkt. Dieses erste Wimpernserum war ein Geheimtipp für Eingeweihte mit vollem Portemonnaie, der in der Presse höchstens als eine Art „exotisches Produkt“ vorgestellt wurde. Inzwischen sind über 120 Wimpernseren mit verschiedenen Inhaltsstoffen auf dem Markt, die im normalen Handel vertrieben werden und gerade ziemlich Furore machen. Damit wird das „Wimpern-Tuning“ auch für normale VerbraucherInnen interessant.

Alle Hersteller versichern überzeugend, dass ihr Wimpernserum das Wachstum der Wimpern in recht kurzer Zeit deutlich anregt. Bei täglicher Anwendung sollen die ersten Erfolge schon ab vier bis sechs Wochen zu sehen sein, nach 16 Wochen soll sich das Wimpernkleid deutlich dichter, voller, länger und mit schönem Schwung präsentieren. Nicht nur weil der Preis teils immer noch im oberen zweistelligen Eurobereich liegt, empfiehlt sich gründliche Information vor dem Ausprobieren:

Die Wirkstoffe in den Wimpernseren

Die Historie der Wimpernseren ist eigentlich ein nettes Stück Medizin-Geschichte, das in folgender Infobox kurz zusammengefasst wird:

Medizin mit erfreulichen Nebenwirkungen

Vor gut einem Jahrzehnt wurde die übliche Behandlung des Grünen Stars mit dem Betablocker Timolol durch Behandlung mit Bimatoprost ergänzt. Bimatoprost ist ein Analogon des Gewebshormons Prostaglandin F2. Die neue Arznei konnte in Studien den Augeninnendruck effektiver als Timolol reduzieren. Bei der Einnahme des neuen Medikaments machten mehrere Patienten die erstaunliche Entdeckung, dass die Substanz das Haarwachstum an den Lidrändern anregte. Die Wimpern der Patienten wurden länger und voller, eine derart angenehme Nebenwirkung, dass manche Patienten angeblich weitere Einnahme der Augentropfen verlangten, obwohl ihr Augendruck wieder normal war. Was nicht ohne Folgen blieb: Dezember 2008 genehmigte die FDA (U.S. Food and Drug Administration) die Indikation zur Wimpernverlängerung; seitdem gibt es in den USA Latisse, eine rezeptpflichtige Formulierung von Bimatoprost für dem kosmetisch-ästhetischen Einsatz.

Aufgrund dieser Entwicklungsgeschichte werden in den wohl meisten Wimpernseren noch Prostaglandin-Analoga als Wirkstoff genutzt, andere Wirkstoffe sind aber auf dem Vormarsch, hier der Überblick:

  1. Bimatoprost – Bimatoprost ist das gerade in der Infobox beschriebene Medikament vom Pharmaunternehmen Allergan, das in den USA, Kanada und Europa unter dem Handelsnamen Lumigan als Arznei (Augentropfen) gegen Grünen Star im Einsatz ist. In den USA wurde das Medikament unter dem Namen Latisse im Dezember 2008 für den US-amerikanischen Markt zugelassen, wenn eine Hypotrichose (Störung des Wimpernwachstums) diagnostiziert wurde und der Arzt ein entsprechendes Rezept ausgestellt hat. Es wird berichtet, dass die Zahl der US-Amerikanerinnen mit diagnostizierter Störung des Wimpernwachstums in der Folgezeit sprunghaft stieg … Latisse wird vom Pharmahersteller Allergan produziert und vermarktet, der auch die kosmetische Anwendung von Botox „erfand“.
  1. Andere Prostaglandin-Analoga – In Deutschland ist Latisse nicht zugelassen, aber einige weitere Prostaglandin-Varianten sind für kosmetische Produkte zugelassen und in vielen der verkauften Wimpernserum enthalten. Schon länger im Einsatz sind Methylamido-Dihydro-Noralfaprostal, Dechloro Dihydroxy Difluoro Ethylcloprostenolamid und Isopropyl Cloprostenat; recht neu hinzugekommen ist Norbimatoprost (im M2 Beauté Eyelash Activating Serum). Weiter werden Alprostadil, Misoprost, Iloprost, Latenoprost, Tafluprost und Travoprost der Wirkstoffgruppe „Prostaglandine“ zugeordnet.
  1. Black Sea Rod Oil – Ein weiterer häufig verwendeter Wirkstoff in Wimpernseren ist das „Black Sea Rod Oil“, ursprünglich ein Korallenextrakt, der aus der Koralle Plexaura homomalla (Schwarzmeerrute, karibische Meerespeitsche) gewonnen wurde. Seit in den 1970er Jahren Methoden für die chemische Synthese des Korallenextrakts entwickelt wurden, werden vermutlich zur Gewinnung des Extraktes keine karibischen Korallen mehr verstümmelt (Herkunft aus Korallenriff oder künstlich Herstellung durch chemische Synthese ist in der Regel nur über eine Anfrage beim Hersteller zu klären).
  1. Sonstige wimpernpflegende und -stärkende Wirkstoffe – Es gibt inzwischen auch Wimpernseren, die damit werben, Arzneimittel-frei zu sein bzw. keine Inhaltsstoffe aus der Augenheilkunde zu verwenden. Als Wirkstoff werden dann z. B. folgende Substanzen angegeben:
    Rotklee, als kosmetischer Inhaltsstoff Trifolium Pratense Flower Extract
    Myristoyl Pentapeptide-17, in Kosmetika als hautpflegendes Mittel zugelassen
    Biotinoyl Tripeptide-1, ein Haar-Konditioner und -pflegemittel

Es gibt unzählige weitere kosmetische Inhaltsstoffe und niemand kann voraussagen, wie viele dieser Substanzen auf dem neuen, heiß umkämpften Markt der Wimpernseren noch als Wirkstoff erprobt oder bei einer Änderung der Produktzusammensetzung dazu genommen werden. Deshalb ist im Bereich Wimpernseren immer ein Blick auf die Inhaltsstoffangaben am Produkt empfehlenswert.

Welches Wimpernserum enthält welche Inhaltsstoffe?

Sicher sollten Sie darüber vor dem Kauf informiert sein, und wir könnten Ihnen hier jetzt eine lange Liste mit den Wirkstoffen der einzelnen Wimpernseren vorlegen. Das ist nur nicht sinnvoll – zunächst weil eine solche Liste veraltet wäre, wenn der erste Hersteller etwas an der Zusammensetzung seines Wimpernserums verändert, und dann auch deswegen, weil die Chemie-Industrie laufend neue Prostaglandin-Analoga „erfindet“ und auf den Markt bringt. Bei Produkten mit brandneuen und heiß umstrittenen Inhaltsstoffen sollten Sie sich besser direkt vor dem oder beim Kauf informieren, über die  Inhaltsstoff-Angabe des Herstellers (jedes „prost“ ist vermutlich ein Prostaglandin-Derivat), oder z. B. über Codecheck.info oder Bund.net.

Welche Untersuchungen/Studien/Beweise gibt es zu den Wirkungen?

  1. Bimatoprost – Das Medikament Lumigan mit dem Wirkstoff Bimatoprost, das den ganzen Wirbel rund um die Wimpernseren vor rund 10 Jahren ins Rollen brachte, wurde in einer Studie getestet. Sie belegt, dass 0,1 mg Wirkstoff pro ml häufig ((>= 1/100 bis < 1/10) zu längeren und dichteren Wimpern führt, 0,3 mg Wirkstoff pro ml bewirken diese Folge sogar sehr häufig (bei rund 45 Prozent)
  1. Weitere Prostaglandin-Varianten – Bei den anderen Prostaglandin-Analoga ist der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt. Bei diesen Gewebshormon-Derivaten wird eine Verlängerung der Wimpernwachstumsphase wegen der Verwandtschaft zu Bimatoprost für wahrscheinlich gehalten, sichere Beweise dafür müssen von den Herstellern jedoch nicht vorgelegt werden. Nach der Kosmetikverordnung muss der Hersteller zwar die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Wirkstoffe im Kosmetikprodukt (bei bestimmungsgemäßer und vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung) per Sicherheitsbewertung garantieren, aber nicht beweisen, dass ein Produkt irgendwelche bestimmte Wirkungen entfaltet. Unabhängige Untersuchungen/Tests dieses Stoffe sind noch nicht verfügbar, Wirksamkeitsbeweise müssten Interessierte deshalb vom Hersteller selbst einfordern.
  1. Black Sea Rod Oil – Black Sea Rod Oil wird in der europäischen Datenbank kosmetischer Inhaltsstoffe mit der Funktion „hautpflegend“ angegeben. Damit ist belegt, dass die gerade unter 2. angesprochene Sicherheitsprüfung erfolgt ist, aber der Wirkstoff zumindest bei der Zulassung keiner Prüfung in Bezug auf Wimpern unterzogen wurde. Wenn Hersteller eine Wirksamkeit auf das Wimpernwachstum oder andere Verbesserungen im Wimpernbereich behaupten, können Belege für diese Wirksamkeit auch nur vom Hersteller selbst kommen. Früher wurde die Black Sea Rod in der Geburtshilfe eingesetzt, siehe Spektrum. Zu diesem medizinischen Einsatz kann es Studien geben, die beschränken sich aber auf Wirkungen im Geburtsapparat der Frau.
  1. Weitere Wirkstoffe – Die oben genannten weiteren Wirkstoffe sind nicht als Kosmetika mit wimpernverlängernder Wirkung zugelassen, sondern haben laut europäischer Datenbank zugelassener Kosmetika folgende Eigenschaften:
    Rotklee wirkt adstringierend (zieht Haut zusammen/verdichtet Hautoberfläche) und maskierend (verringert oder hemmt unerwünschten Eigengeruch oder Eigengeschmack des Produkts)
    Myristoyl Pentapeptide-17 hält Haut in einem guten Zustand
    Biotinoyl Tripeptide-1 macht Haar leichter kämmbar und geschmeidig, weich und glänzend und es verleiht dem Haar Volumen

In Bezug auf Wirksamkeit/Verbesserungen im Wimpernbereich gilt deshalb das gerade unter 2. Gesagte: Wirksamkeitsbeweise in Bezug auf Verstärkung des Wimpernwachstums können nur vom Hersteller selbst kommen.

Die potenziellen Risiken der in Wimpernseren eingesetzten Inhaltsstoffe

Bimatoprost

Bimatoprost ist wie gesagt ein Medikament. Als eigentlich beabsichtigte Wirkung soll das Prostaglandin F2?-Analogon den Kammerwasserabflusses zu erhöhen. Kurz und auf Deutsch: Das in der Augenkammer gebildete Kammerwasser fließt ständig in den Blutkreislauf ab, was u. a. dem Abtransport potenziell schädlicher Stoffe aus dem Augeninneren und der Regelung des Augendrucks dient. Wenn dieser Abfluss durch Medikamenteneinwirkung gesteigert wird, kann so die gewünschte Senkung des Augeninnendrucks z. B. bei Patienten mit Grünem Star erreicht werden.

Bimatoprost ist als zugelassener Arzneistoff wie alle Medikamente mit Nebenwirkungen behaftet. Das für Wimpernwachstumsstörungen (kosmetischen Einsatz) zugelassene Latisse enthält 0,3 mg Bimatoprost pro ml, das Medikament Lumigan ist in Formulierungen mit 0,1 mg Bimatoprost pro ml und 0,3 mg Bimatoprost pro ml verfügbar. Für kosmetische Zwecke wird also das stärkere Medikament eingesetzt, durchaus mit Absicht, weil höhere Dosen oft auch eine Zunahme der Nebenwirkungen bewirken, die bei der Nebenwirkung „längere Wimpern“ ja hier durchaus erwünscht ist.

Leider ist das Wimpernwachstum nicht die einzige Nebenwirkung des Wirkstoffs Bimatoprost, sondern es gibt viele weitere: Die Packungsbeilage Bimatoprost Hexal 0,3 mg listet über 40 Nebenwirkungen. Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten) außer längeren Wimpern leichte Rötung und Jucken, häufig (bis zu 1 von 10) z. B. Schmerzen, Fremdkörpergefühl im Auge, Dunkelfärbung der Iris (die irreversibel sein soll), gelegentlich (bis zu 1 von 100) zystoides Makulaödem (Schwellung der Netzhaut, die zu einer Verschlechterung der Sehfähigkeit führt), Entzündung im Auge, Netzhautblutung, Schrumpfung des Augenlids.

Andere Prostaglandin-Analoga

Auch die weiteren Prostaglandinderivate wurden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits als Funktionsarzneimittel eingestuft, die erst nach Vorlage wissenschaftlicher Studien zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen zugelassen werden können. Weil ein Hersteller Widerspruch eingelegt hat, ist der Beschluss des BfArM aber noch nicht rechtskräftig.

Bis zur Entscheidung dürfen die Wimpernseren weiterhin als Kosmetika verkauft werden, Verbraucherinformationen wie die folgende des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit raten aber von der Verwendung derartiger Produkte ab.

Ein Artikel vom DOZ-Verlag für Optische Fachveröffentlichung GmbH geht sehr differenziert auf die Produkte ein. Er beleuchtet abhängige und unabhängige Studien und rät im Ergebnis, Bimatoprost wegen der Nebenwirkungen nicht unreflektiert als kosmetisches Produkt zu verwenden und bei Anwendung von Wimpernseren mit Prostaglandin-Analoga regelmäßig den Augeninnendruck kontrollieren zu lassen. Schwangere, Kinder und Jugendliche sollten besser auf den Einsatz verzichten, Menschen mit einer Krebserkrankung wird auch abgeraten, während oder vor einer Chemotherapie solche Wimpernseren zu benutzen. Kontaktlinsenträger sollten während der Anwendung auf Eintageskontaktlinsen umsteigen, Glaukompatienten sollten auf (zusätzliche) Anwendung von Wimpernseren mit Prostaglandinderivaten ganz verzichten.

Black Sea Rod Oil

Aus Black Sea Rod (der Hornkralle Plexaura homomalla) wurden früher Prostaglandine gewonnen, die in der Geburtshilfe eingesetzt werden. Die englische Wikipedia sagt dazu: Plexaura homomalla enthält hohe Anteile des Lipids Prostaglandin A; diese physiologisch aktive Substanz ist in ihrem Gewebe millionenfach reichhaltiger als in den Geweben der meisten anderen Tiere. … Die Substanz wird eingesetzt, um Wehen einzuleiten und verursacht Übelkeit und Erbrechen. P. homomalla enthält 2-3 % Prostaglandin und wurde als Quelle für das Medikament verwendet, bis in den 1970er Jahren Methoden für dessen Synthese zur Verfügung standen.

Der Fachartikel für Optiker differenziert nicht zwischen Black Sea Rod Oil und anderen Prostaglandinderivaten, Risiken siehe deshalb oben 2.

Weitere Wirkstoffe:

Rotklee, Trifolium Pratense Flower Extract, wird im üblichen Einsatz in Kosmetika als unbedenklich eingestuft wie auch Biotinoyl Tripeptide-1und Myristoyl-Pentapeptide-17.

Allerdings besteht der übliche Einsatz dieser Kosmetika nicht darin, so nah an einer der empfindlichsten Schleimhäute des menschlichen Körpers eingesetzt zu werden, dass Kontakt mit der Schleimhaut meist nicht vermieden werden kann. Beim Rotklee mit Phytoöstrogenen und Cumarinderivaten sind dann schon wieder so viele Nebenwirkungen bei der Einnahme bekannt, dass ggf. geprüft werden sollte, ob bei Dauerabwendung des entsprechenden Wimpernserums bedenkliche Mengen über die Schleimhaut resorbiert werden.

Andere Inhaltsstoffe

Die Wimpernseren enthalten nicht nur die Wirkstoffe, sondern eine teils große Zahl anderer Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Wirkung oder um im Produkt bestimmte technische Eigenschaften von Emulsion bis Konservierung zu bewirken. Folgende kritische Inhaltsstoffe kommen häufiger in Wimpernseren vor:

Benzalkoniumchlorid (BAC, z. B. in Bimatoprost Hexal), eine quaternäre Ammoniumverbindung mit zahlreichen Nebenwirkungen

Disodium Edta, eine als bedenklich eingestufte Säure

Chlorphenesin, eine halogenorganische Verbindung, die in Verdacht steht, stark allergisierend und möglicherweise auch krebserregend und fruchtschädigend zu wirken

Triethanolamin, eine Verbindung mit Allergiepotenzial, die möglicherweise das Immunsystems stört, die Atemwege reizt und krebserregende Nitrosamine bildet

Da in den Wimpernseren (die als neue Produkte noch keinen umfassenden Verbrauchertests unterzogen wurden) auch andere kritische Inhaltsstoffe vorkommen können, gilt auch hier der Rat, sich vor Anwendung über alle enthaltenen Inhaltsstoffe zu informieren. Und auch hier gilt, dass die Anwendung direkt am (und oft unbeabsichtigt im) Auge neue überraschende Unverträglichkeiten produzieren kann.

Welches Wimpernserum ist zu empfehlen, mit welchen realistischen Ergebnissen ist zu rechnen?

Wimpernseren mit medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen wie Prostaglandin-Derivaten können nicht mit gutem Gewissen empfohlen werden. Sie bewirken zwar bei bis zu 45 % der Anwender eine per medizinische Studie nachgewiesene Nebenwirkung „Wimpernverlängerung“, können aber über 40 andere Nebenwirkungen entfalten, die teils irreversible Veränderungen oder Schädigungen am Auge hinterlassen.

Ob und wie gut die anderen in Wimpernseren eingesetzten Wirkstoffe das Wimpernwachstum fördern, hängt vom einzelnen Stoffwechsel und vor allem dessen Versorgungszustand in Bezug auf Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren etc.) ab. Je mehr fehlt, desto besser wird wohl auch ein Wimpernserum mit den jeweils fehlenden Substanzen anschlagen, dann sollten aber wohl auch die gesamte Ernährung und die Versorgung mit Mikronährstoffen überprüft werden.

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