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Zum Ende der Seite springen Konzentrationslager der Nazis 7 Bewertungen - Durchschnitt: 8,577 Bewertungen - Durchschnitt: 8,577 Bewertungen - Durchschnitt: 8,577 Bewertungen - Durchschnitt: 8,57
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Herbie4
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Gut, daß es diesen Thread gibt! Aber Ihr müßt Euch im Klaren sein, daß bisher noch nicht mal ein Fünftel aller Konzentrationslager und Vernichtungslager angesprochen wurde. Ein wichtiges Vernichtungslager war z. B. Belzec.
Hier bei mir im Südwesten gab es z. B. die KZ Natzweiler-Struthof, Dautmergen, Bisingen. Auch wenn beim "Unternehmen Wüste" mit über 3500 ermordeten Menschen nicht mal ein Prozent der Horror-Zahlen von Ausschwitz erreicht werden, so dürfte selbst ein KZ mit 3 Ermordeten nicht und niemals vergessen werden.
06.12.2009 12:52 Herbie4 ist offline Beiträge von Herbie4 suchen Nehmen Sie Herbie4 in Ihre Freundesliste auf

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corabora
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Konzentrationslager Echterdingen  Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Auf dem Fliegerhorst in Echterdingen – heute Stuttgarter Flughafen mit einem Stützpunkt der U.S. Air Force – wurde ab November 1944 das Konzentrationslager Echterdingen als Außenstelle des KZ Natzweiler-Struthof eingerichtet.

Ungefähr 600 jüdische Häftlinge wurden in einem Areal rund um einen weißen Hangar, eine so genannte Eskimohalle, eingepfercht, der heute noch auf dem „South Airfield“ der United States Army steht. Sie mussten unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen Beschädigungen auf dem Flughafen ausbessern, Start- und Landebahnen zur Autobahn bauen und in Steinbrüchen der Umgebung Steine brechen.

Im Januar 1945 begann die SS mit der Auflösung des Lagers. Die Überlebenden wurden in die KZs Vaihingen an der Enz, Bergen-Belsen und Ohrdruf/Thüringen gebracht. Zurück blieben Massengräber z. B. in der Nähe des Waldstückes „Ramsklinge“ und auf dem Flughafen Echterdingen (bei Stuttgart) – und der weiße Hangar.

Bei Bauarbeiten zur Erweiterung des Stuttgarter Flughafens wurden im Herbst 2005 sterbliche Überreste von 34 Häftlingen entdeckt und nach der Exhumierung nach jüdischem Ritual wieder am Fundort bestattet. Am Sonntag, dem 15. April 2007 wurden die Grabsteine für die 34 Opfer des KZ Echterdingen gesetzt.

Quelle Wikipedia

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04.05.2010 18:16 corabora ist offline E-Mail an corabora senden Beiträge von corabora suchen Nehmen Sie corabora in Ihre Freundesliste auf

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Das Konzentrationslager Majdanek war das erste deutsche Konzentrationslager der SS-Inspektion der Konzentrationslager (IKL) im besetzten Polen.

Wie Auschwitz-Birkenau wurde Majdanek zeitweise auch als Vernichtungs-/Todeslager genutzt.

Es bestand von Oktober 1941 zunächst als „Kriegsgefangenenlager der Waffen-SS Lublin, ab Februar 1943 als „Konzentrationslager Lublin.

Am 23. Juli 1944 wurde das Lager von der Roten Armee befreit.

Weitere Infos bei Wikipedia

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Leben und Leben lassen.
28.08.2010 20:16 corabora ist offline E-Mail an corabora senden Beiträge von corabora suchen Nehmen Sie corabora in Ihre Freundesliste auf

Rolf62
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NS Vernichtungslager Belzec  Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In mir sträubt sich alles. Ich habe hier von einem Besuch gelesen und dann bei wiki nachgelesen.
Warum wohl haben hier die damals Verantwortlichen versucht, alle Spuren zu tilgen?
Gruss Rolf seigegruesst

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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Rolf62: 07.05.2011 20:22.

07.05.2011 20:09 Rolf62 ist offline E-Mail an Rolf62 senden Beiträge von Rolf62 suchen Nehmen Sie Rolf62 in Ihre Freundesliste auf

corabora
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Das KZ Breslau-Dürrgoy bestand als frühes Konzentrationslager zwischen April und August 1933 im Breslauer Stadtteil Dürrgoy. In dem von SA-Mitgliedern bewachten Konzentrationslager waren überwiegend politische Gefangene untergebracht.

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten wurden in Breslau im März und April 1933 in mehreren Verhaftungswellen politische Gegner der Nationalsozialisten in „Schutzhaft“ genommen und im bald überfüllten Polizeipräsidium untergebracht.

Am 28. April wurde nach einer weiteren Verhaftungswelle das Konzentrationslager im Warenlager einer Düngemittelfabrik eingerichtet.

Der Breslauer Polizeipräsident Edmund Heines (1897–1934) war maßgeblich verantwortlich für das KZ Dürrgoy. Heines, 1920 an einem Fememord beteiligt, später dann Reichstagsabgeordneter der NSDAP, führte im Rang eines SA-Obergruppenführers die SA-Gruppe „Schlesien“.

Das KZ Dürrgoy wird auch als Heines „Privatlager“ bezeichnet; „persönliche Rachegelüste“ Heines standen offenbar hinter der Inhaftierung des vormaligen sozialdemokratischen Reichstagspräsidenten Paul Löbe in Dürrgoy:

Der Parlamentspräsident hatte Heines 1932 wegen Tätlichkeiten im Parlamentsgebäude aus dem Reichstag ausgeschlossen.

Um die eigene Macht zu demonstrieren und die Bevölkerung abzuschrecken, wurden prominente Häftlinge häufig von der SA und der Polizei in demütigender Weise in einer Art „Triumphzug“ durch Breslau zum KZ geführt.

Löbe beschrieb in seinen Lebenserinnerungen die Haftverhältnisse in Dürrgoy:

„Achtzig Feldbettstellen standen in Doppelreihen übereinander in der Baracke, hundertzwanzig Häftlinge lagen auf dem gestampften Erdboden, darunter auch ich. Etwa vier Meter von den Kübeln entfernt, in die 200 Eingeschlossene ihre Bedürfnisse befriedigten, befand sich mein Lager. Tausende von Fliegen vermittelten einen regen Verkehr. Die neu hinzugekommenen Häftlinge wuschen sich und aßen aus denselben Konservenbüchsen, denn Geschirr war für sie nicht da. In der Nacht kamen uniformierte Verbrecher, stießen einzelne Gefangene mit ihren Stiefeln wach und trieben sie hinaus. Man hörte diese in der ‚Sanitätsbaracke’ unter Schlägen schreien und wimmern, bis sie ohnmächtig herausgeschleppt und mit dem Kopf in die Regentonne gesteckt wurden, damit sie wieder zu sich kamen.“

Zur Unterbringung der Häftlinge wurde zunächst eine, später dann eine zweite Wellblechbaracke genutzt. Eine weitere Baracke, offiziell als „Sanitätsbaracke“ bezeichnet, diente auch als Folterstätte. Eine zweite Folterstätte war das außerhalb des Lagers gelegene „Braune Haus“ in der Neudorfer Straße, genannt Einrichtung „zur besonderen Vernehmung“ (z.b.V.), in der Polizeihilfskommissare die Häftlinge „in allen Varianten psychisch und physisch“ folterten. Nachts fanden „Feueralarme“ statt, während denen die Häftlinge stundenlang exerzieren mussten. Das Prügeln der Häftlinge mit Gummiknüppeln und Reitpeitschen, offiziell körperliche „Erziehungsmaßnahme“ genannt, war alltäglich.

Die Häftlinge mussten neun bis zwölf Stunden täglich arbeiten. Dabei wurden Arbeitszeiten und -pausen willkürlich gehandhabt; der Übergang von Arbeit zur Folter war fließend. Anfänglich wurden die Gefangenen zum weiteren Ausbau des Lagers eingesetzt; spätere Arbeiten – auch außerhalb des Lagers – waren das Entschlammen eines Teiches, der zu einem Freibad umgebaut werden sollte, sowie Bauarbeiten an Gebäuden der Polizei und SA in Breslau.

Die Zahl der Häftlinge stieg bei starker Fluktuation von anfänglich 200 auf 423 bei Auflösung des Lagers am 10. August 1933. An diesem Tag wurden 343 Häftlinge in die Emslandlager überstellt; die anderen Häftlinge wurden ins Breslauer Polizeipräsidium gebracht und von dort meist entlassen.

Heute existieren keine Überreste des Konzentrationslagers mehr; auf dem Gelände befindet sich ein nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstandener Schuttberg.

Quelle Wikipedia

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Leben und Leben lassen.
07.06.2011 18:24 corabora ist offline E-Mail an corabora senden Beiträge von corabora suchen Nehmen Sie corabora in Ihre Freundesliste auf

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EL-DE-Haus  Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das EL-DE Haus ist ein nach den Initialen seines Erbauers Leopold Dahmen genanntes ursprünglich als Wohn- und Geschäftshaus konzipiertes Haus in Köln im Stadtteil Altstadt-Nord, das als ehemalige Gestapodienststelle und Gefängnis zwischen 1935 und 1945 zum Inbegriff nationalsozialistischer Schreckensherrschaft in Köln wurde. Seit 1988 beherbergt es das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.

Nach einem Baustillstand im Sommer 1935 wurde es noch im Rohbau von der Kölner Gestapo beschlagnahmt. Am 1. Dezember 1935 bezog die Gestapo als Mieter das Haus und ließ im Keller des Hauses durch Häftlinge zehn Zellen bauen, die mit eisernen Pritschen ausgestattet wurden, dazu kleine Wachräume, sowie nischenartige Wasch- und Toilettenräume. Der Keller war über zwei steile Treppen zugänglich, die mit Eisengittern gesichert wurden. Der Haupteingang war über den Appellhofplatz zugänglich, der Nebeneingang über die Elisenstraße. Zwei schmale rechtwinklig zueinander angelegte Gänge trennten die Zellen 1 bis 4 an der Elisenstraße von den restlichen Zellen am Appellhofplatz.

Zwischen der Zelle 4 und 5 befand sich ein großer zweistöckiger Heizungskeller, der zusätzlich den Gang verengte. Die Zellen an der Elisenstraße hatten eine Größe von 5,2 bis 5,3 m²; die weiteren Zellen, vom Appellhofplatz kommend, schwankten zwischen 4,6 und 9,3 m². Ein unterirdischer Gang verband die Gestapo-Zentrale mit dem daneben gelegenen Justizgebäude am Appellhofplatz. Im Tiefkeller befand sich ein Luftschutzraum. Die Zellen dienten ursprünglich zur Unterbringung der Verhafteten während der Dauer der Verhöre. Später stellte sich anhand von Wandinschriften der Häftlinge heraus, dass diese dort mehrere Wochen und Monate verbringen mussten.

Die meisten Häftlinge waren Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Die Gestapo ging auch gegen Widerstandskämpfer vor. Unter anderem wurden Mitglieder der Ehrenfelder Gruppe, von denen einige zu den Edelweißpiraten gehörten, und die Organisation Komitee Freies Deutschland ins Visier genommen. Unter den Verhafteten waren unter anderen der abgesetzte Kölner Oberbürgermeister und spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer, Joseph Roth, Otto Gerig, Jean Jülich und Gertrud Koch, Peter Schäfer und Hein Bitz.

Die Verhöre fanden anfangs auf der Ebene des Zellentraktes statt. Da das Haus in der Innenstadt lag, hörten viele Passanten die Schreie der Gefolterten. Später wurden die brutalen Verhöre in den Tiefkeller gelegt. Die Häftlinge wurden mit Schlägen vermittels Schlagringen, Totschlägern und Gummiknüppeln und mit Tritten und Faustschlägen bearbeitet, um die gewünschten Aussagen zu erhalten.

Die Gestapo führte viele Massenhinrichtungen durch, die ohne Urteile vollstreckt wurden. Die Erlaubnis wurde der Kölner Gestapo vom Reichssicherheitshauptamt in Berlin erteilt. Die meisten Hinrichtungen fanden am Galgen statt. Nicht weit vom EL-DE-Haus entfernt befand sich ein Galgengerüst, an dem sieben Menschen gleichzeitig gehängt werden konnten. Die Leichen wurden auf einem dafür vorgesehenen Gestapofeld auf dem Westfriedhof in Bocklemünd vergraben. Für den Transport zum Friedhof wurden städtische Wagen der Müllabfuhr eingesetzt. Heute wird auf dem Friedhof an 788 Tote als Opfer der Gestapo erinnert. Viele wurden aber auch von ihren Angehörigen in ihren Heimatorten beerdigt. Die letzte Hinrichtung beim EL-DE-Haus fand am 2. März 1945 statt, kurz vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen.

Viele Häftlinge schrieben aus der Ungewissheit, nie wieder ihre Angehörigen zu sehen und ihre Freiheit zu gewinnen, Botschaften oder zeichneten auch einfach Figuren, Landschaften, Tiere und Weiteres an die Wand. Da die Wände mehrmals überstrichen wurden, sind von den unzähligen Inschriften noch um die 1800 zu erkennen, die aus der Zeit zwischen Ende 1943 und 1945 stammen. Weitere Inschriften sind nur noch zu erahnen. Etwa 600 Inschriften in kyrillischer Schrift stammen von Russen und Ukrainern, weitere 300 sind in französisch, niederländisch, polnisch, englisch und spanisch geschrieben. Nach dem Krieg wurden einige Trennwände zwischen den Zellen entfernt. So bei den Zellen 2 und 3 sowie bei den Zellen 5 und 6. Dadurch gingen einige Inschriften verloren.

Einige Beispiele seien hier aufgeführt:

Der russische Kriegsgefangene Askold Kurow (konnte fliehen und hat überlebt) aus Zelle 1:

„Hier bei der Gestapo haben zwei Freunde gesessen aus dem Lager Messe seit dem 24.12.44, Askold Kurow und Gaidai Wladimir, jetzt ist schon der 3.2.45. 40 Leute wurden gehängt. Wir haben schon 43 Tage gesessen, das Verhör geht zu Ende, jetzt sind wir mit dem Galgen an der Reihe. Ich bitte diejenigen, die uns kennen, unseren Kameraden auszurichten, dass auch wir in diesen Folterkammern umgekommen sind.“

Ein französischer Gefangener schreibt in Zelle 6:

„Die deutschen Sitten enthüllen sich besonders in Zelle 6, wo die es fertigbringen, bis zu dreiunddreissig Menschen auf einmal hineinzupferchen.“

Vermutlich von einem Edelweißpiraten:

„Rio de Schanero, aheu kapalero, Edelweißpiraten sind treu“

Nach dem Krieg konnten einige ehemalige Häftlinge und Zeitzeugen nach den Haft- und Lebensbedingungen im Keller des EL-DE-Hauses befragt werden.

Stefania Balcerzak:

„Nata Tulasiewics wurde dreimal im Tiefkeller verhört. Wenn Nata nach unten ging, dann konnten wir sie schreien hören. Sie kehrte blutend zurück.“

Nata Tulasiewics wurde im April 1944 verhaftet und verbrachte mehrere Wochen im EL-DE-Haus. Danach wurde sie in das Konzentrationslager Ravensbrück gebracht, wo sie am 31. März 1945 ermordet wurde. 1999 wurde sie von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Wilhelmine Hömens, die 1947 vor einem britischen Untersuchungsgericht als Zeugin aussagte:

„Am 1. März 1945 brachte ein Kommando der Stapo 70 bis 80 Mädchen und etwa 30 Männer aneinander gefesselt vom Klingelpütz zu Fuß über die Burgmauer zum Stapogelände. Es waren Deutsche und in der Mehrheit so genannte Ostarbeiter. Diese Menschen sind alle auf dem Stapogelände aufgehangen worden, denn ich habe den Rücktransport nicht gesehen, sondern habe festgestellt, daß nachmittags gegen 17 Uhr drei Lastwagen mit Leichen zum Friedhof geschafft worden sind.“

Das Haus blieb während des Krieges weitgehend von Bomben verschont. Es wurde nach dem Krieg von städtischen Dienststellen bezogen. 1947 bis 1949 wurde das Haus umgebaut und die Nachbarhäuser am Appellhofplatz und in der Elisenstraße in das Haus integriert. 1979 wurden Forderungen laut, das Haus zu einem Dokumentationszentrum zu machen. Im selben Jahr beschloss der Rat der Stadt Köln die Einrichtung einer Dokumentationsstelle.

Um auch den Keller ins öffentliche Licht zu rücken, ließen sich der Fotograf Gernot Huber und der Lehrer Kurt Holl unbemerkt über Nacht in den Keller einschließen. Sie fotografierten und dokumentierten die Wandinschriften und den Zellentrakt, der von den Dienststellen im Gebäude als Akten- und Abstellkammer genutzt wurde. Durch das lautstarke Echo in der Öffentlichkeit führte ein weiterer Beschluss der Stadt dazu, dass die Stadtkonservatorin Hiltrud Kier den Keller und die Inschriften restaurieren ließ und anschließend der Keller 1981 als Gedenkstätte eingerichtet wurde.

Das EL-DE Haus heute:

Von der ursprünglichen Gestaltung des Zellentraktes sind die Zellen erhalten, die Eisengitter vor den beiden Treppen des Kellers, die Nummern der Zellen und auch die Türschlösser sind noch intakt. Des Weiteren sind sehr viele Wandinschriften erhalten, die vor allem in den Zellen 1 bis 4 an der Elisenstraße zu besichtigen sind. An den Wänden und am Boden sind noch die Einkerbungen der Pritschen zu erkennen, die einige Monate vor Ende des Krieges entfernt wurden, um mehr Platz in den Zellen zu schaffen, die höchstens für zwei bis drei Gefangene gedacht waren, aber in dieser Zeit stark überbelegt waren.

Ausgehend von der Gedenkstätte im Keller, ist das Haus vor allem ein Dokumentations- und Forschungszentrum, das ein Museum enthält und eine Bibliothek als Lern- und Bildungsort. Im Museum ist die Dauerausstellung Köln im Nationalsozialismus zu besichtigen. Die Bibliothek soll vor allem Schüler und Jugendliche ansprechen und darüber hinaus werden Projekte der Schüler gefördert. Eine weitere Aufgabe des Zentrums ist die Sammlung von Zeitzeugenberichten, Fotos und Aktenschriftstücken aus der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Datenbank Erlebte Geschichte ist im Internet abrufbar.

Das Dokumentationszentrum soll nach dem Auszug einer Galerie noch einmal erweitert werden. Das eigentliche El-DE-Haus befindet sich noch immer im Besitz der Familie Dahmen.

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05.12.2011 20:28 corabora ist offline E-Mail an corabora senden Beiträge von corabora suchen Nehmen Sie corabora in Ihre Freundesliste auf

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KZ Oberer Kuhberg  Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das KZ Oberer Kuhberg diente von November 1933 bis Juli 1935 als Konzentrationslager für den "Gau Württemberg-Hohenzollern“. Es war untergebracht im Fort Oberer Kuhberg der Bundesfestung Ulm.

Es war das Nachfolge-KZ des Lagers am Heuberg bei Stetten am kalten Markt. Das bereits im März 1933 errichtete Lager musste endgültig im Dezember 1933 geräumt sein, da die Reichswehr neue Übungsflächen benötigte.

Zwischen November 1933 und Juli 1935 waren schätzungsweise 600 Menschen eingesperrt, von denen mindestens 455 namentlich bekannt sind. Es handelte sich vorwiegend um Kommunisten und Sozialdemokraten, aber auch drei katholische Geistliche und ein freikirchlich-evangelischer Prediger waren eine Zeit lang Gefangene.

Die bekanntesten Gefangenen waren der SPD-Reichstagabgeordnete Kurt Schumacher und der KPD-Landtagsabgeordnete Alfred Haag, die jeweils in einem umfunktionierten Unterstand in Isolationshaft gehalten wurden.

Andere bekannte Häftlinge waren der KPD-Stadtrat in Esslingen, Hans Rueß und der spätere Befreiungsminister in Württemberg-Baden Gottlob Kamm.

Im Zuge einer allgemeinen Zentralisierung des KZ Systems wurde im Jahr 1935 das KZ Oberer Kuhberg aufgelöst. Die verbliebenen 30 Gefangenen wurden in das KZ Dachau überstellt, unter ihnen auch Kurt Schumacher.

Seit 1985 ist in Teilen des Forts Oberer Kuhberg eine Gedenkstätte eingerichtet. Das Fort Oberer Kuhberg wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats Januar 2010“ ernannt.

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