Geschrieben von P@tku am 30.11.2008 um 13:29:
Omega-Navigationsverfahren
Das Omega-Navigationsverfahren (auch kurz Omega-Verfahren) ist ein Funknavigationsverfahren, das auf dem OMEGA-Funknavigationssystem und der Hyperbelnavigation basiert. Das OMEGA-Funknavigationssystem wurde von 1968 bis 1997 zur weltweiten Positionsbestimmung von Schiffen und Flugzeugen (für den zivilen Flugverkehr erst ab 1975) verwendet.Die Positionsbestimmung erfolgte durch Phasendifferenzmessung von Längstwellensignalen, die weltweit von 8 Sendern ausgestrahlt wurden. Die Bestimmung der Standlinien erfolgte mittels Spezialkarten.
Zum Eintrag in der placemark-Datenbank
as System basierte auf 8 OMEGA-Sendestationen, die rund um die Erde aufgestellt waren. Die Sender hatten eine große Reichweite von bis zu 10.000 Seemeilen (18.500 km). Bei einem Erdumfang von ca. 40.000 km entspricht das knapp dem halben Erdumfang. Ein Sender strahlte also fast bis zu seiner Antipode. Wegen der großen Reichweite konnten der Abstand zwischen zwei Stationen 5.000 bis 6.000 Seemeilen (9.300 km bis 11.100 km) betragen, was annähernd einem Viertel des Erdumfangs entspricht.
Station Nummer Standort Koordinaten
A 1 Aldra, Norwegen 66° 25' N; 013° 08' O
B 2 Monrovia, Liberia 06° 18' N; 010° 40' W
C 3 Haiku, Hawaii, USA 21° 24' N; 157° 50' W
D 4 La Moure, North Dakota, USA 46° 22' N; 098° 20' W
E 5 Réunion 20° 58' S; 055° 17' O
F 6 Golfo Nuevo, Argentinien 43° 03' S; 065° 18' W
G 7 Australien 38° 29' S; 146° 56' O
H 8 Tsushima, Japan 34° 37' N; 129° 27' O
Das System war durch die United States Navy aufgebaut und 1968 fertiggestellt worden. Seit 1971 wurde es von der United States Coast Guard betrieben. Neben zwei Stationen in den USA, von der das Omega-System initiiert und unterhalten wurde (North Dakota und Hawaii), wurden sechs weitere Stationen in verbündeten bzw. befreundeten Ländern betrieben (Argentinien, Australien, Réunion - zu Frankreich gehörend, Japan, Liberia und Norwegen).
Daneben gab es auch eine OMEGA-Station in Trinidad, welche 1980 stillgelegt wurde. Die für die OMEGA-Stationen errichteten Antennenanlagen waren sehr groß. Einige besaßen einen über 400 Meter hohen selbststrahlenden Sendemast, der eine Schirmantenne trug. Andere Stationen benutzten als Sendeantenne ein über einen Fjord (Norwegen) oder ein Tal (Hawaii) gespanntes Seil.
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